Der DSL-Anschluss im knallharten Preisvergleich
 


Technisches

VDSL

VDSL ist High-Speed-Internet

Bis vor einigen Jahren waren sich die Experten noch sicher, dass niemand jemals eine höhere Verbindungsgeschwindigkeit als 768 kBit/s benötigen würde.
Natürlich ist das nicht so, wie man heute weiß.

Die Anforderungen des Nutzers an das Netz wachsen und wachsen. Die heutigen Internet-Anwendungen haben mit dem Internet von vor 15-20 Jahren nichts mehr gemein. Text und Bilder allein sind passée und teilen sich den Webspace mit Dingen, die man sich zu damaliger Zeit niemals hätte träumen lassen. Heute gibt es auch einen Begriff für das multimediale Internet, wie wir es heute haben: Web 2.0.

Der Kunde hat heutzutage die Möglichkeit, sich im Netz selbst zu produzieren und zu präsentieren. Anwendungen wie Flash und auch die neuen Tauschbörsen und Portale für Videos und Musik sorgen dafür, dass keine Grenzen mehr gesetzt sind.
Bei schwachen Internetverbindungen kann es da schon zu Ladehemmungen kommen. Von Genuss kann da in manchen Fällen nicht mehr die Rede sein.

DSL 6.000 und DSL 16.000 kommen allerdings mit den heutigen Anwendungen mehr als gut klar. Man kann ohne Probleme alles das ansehen, was man möchte und dazu sogar noch IP-Telefonie oder ähnliches betreiben. Doch die Zukunft kommt. So wird es sicherlich bald noch höher aufgelöste Videos als HD geben. Firmendaten müssen schneller beim Kunden sein als je zuvor. Bei großen Mengen kann das problematisch werden, zum Beispiel für Werbeagenturen, bei denen das Meiste heute über das Internet läuft.

Für die Zukunft sollte man gewappnet sein. VDSL ist die Zukunft, denn es gibt nicht annähernd etwas, das an die Geschwindigkeit dieser „Very High Speed Digital Subscriber Line“ herankommt. Das sagt allein schon der Name, in dem „sehr schnell“ schon enthalten ist. Mit Downloadgeschwindigkeiten zwischen 250.000 und 500.000 Kbit/s hängt man alles andere ab. Downloads sind fertig in Minuten oder Sekunden. Damit sind nicht Musikdateien gemeint, sondern Filme oder Installationsdateien.

Bei 50 MB die Sekunde kann man nicht falsch liegen. Die hohe Geschwindigkeit wird durch das Kabel möglich. Anstatt wie bei normalem ADSL den Datenstrom über ein Kupferkabel zu leiten, werden hier Glasfaserkabel verwendet.
Durch die Kabel sind Geschwindigkeiten möglich, mit denen man sogar locker IPTV im HDTV-Format empfangen kann. Man kann auch davon ausgehen, dass die alten Kupferkabel irgendwann ausgedient haben werden.

VDSL wurde ursprünglich für Triple-Play erfunden. Beim Triple-Play hat man drei in eins. Neben dem normalen Internet laufen auch IP-Telefonie und Fernsehen über die DSL-Kabel. Der Vorteil dabei ist, dass man beim Fernsehprogramm eine noch etwas bessere Auswahl hat und sich außerdem nicht mit drei Rechnungen herumplagen muss.

Leider ist es allerdings so, dass die für VDSL nötigen Glasfaserkabel noch nicht flächendeckend in Deutschland verfügbar sind. Bei der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Kabel zunächst in den neuen Bundesländern gelegt, um das Telefonnetz zu mobilisieren. Daher gibt es bis heute nur 27 Städte, in denen VDSL verfügbar ist. Zwar wird es noch etwas dauern, bis alle Städte und Dörfer mit VDSL versorgt werden können, aber trotzdem sollte man beim Kauf neuer DSL-Hardware bereits jetzt darauf achten, dass sie mit VDSL kompatibel ist.

Bei der Tochtergesellschaft der deutschen Telekom, T-Home, gibt es die Auswahlmöglichkeiten VDSL 25 und VDSL 50. Bei jeder dieser beiden Geschwindigkeiten gibt es drei Angebote, also insgesamt sechs. Der Preis variiert von 60 zu 85 Euro. Allerdings handelt es sich teilweise um Triple-Play-Angebote. Bei diesen bekommt man tatsächlich etwas fürs Geld, eine Investition könnte sich also lohnen.